Kontakt | Impressum

Allgemein

Antwort auf den Leserbrief „Eigentümer der Nacht“

2. Juli 2013 | Von | Kategorie: Allgemein

Wir befinden uns im Jahre 2013 n.Chr. Ganz Deutschland ist von toleranten Menschen besetzt…Ganz Deutschland? Nein! Ein von Franken bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Studenten, denn ihnen wird vorgeworfen sie seien eine betrunkene, lärmende, zerstörende und rücksichtslose Meute, die sich nicht benehmen kann und keinerlei Rücksicht nimmt. Doch wie es nun einmal so ist, ist im Kampf jedes Mittel recht! So wird aus Studenten, die tagsüber studieren, Jugendgruppen leiten, arbeiten, Blutspenden, sich politisch engagieren und gemeinnützigen Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen pauschal eine rücksichtslose Meute, deren Auswüchse nur durch staatliche Reglementierung entgegen gesteuert werden kann. Die Spezies „Student“ scheint im beschaulichen fränkischen Bamberg eine ganz andere zu sein als in den restlichen Gefilden Deutschlands.  Eine genauere Betrachtung scheint nicht nötig – das Urteil ist schnell gefällt und in der Schublade verstaut. Willkommen in der schönen Welt der Vorurteile. Einige Bamberger scheinen die Zeit ihrer Jugend, die Jahre von 18 bis 30, vollkommen vergessen zu haben, sie verstehen die Jugend nicht – woran das wohl liegt? Eine offene Diskussion ohne Stereotypen, reflektiert mit der eigenen Jugend, scheint nicht möglich zu sein.  Ein sachlicher Blick darauf, ob Regulierungsmaßnahmen überhaupt den gewollten Nutzen erzielen, ob sie sinnvoll sind, ist gar nicht gewollt. Und so wird mit Meinungsmache, Vorurteilen, Verallgemeinerung, viel Moralin und verdrehten Worten ein konstruktiver Dialog gemieden. „Die Nacht gehört UNS!“, ja uns allen. Nicht nur den Schlafenden und Ruhenden, sondern auch den Nachtschwärmern, den Musikern, den Kulturschaffenden, den Gastronomen und der Jugend. Eine Gesellschaft der Toleranz und Rücksicht ist in ganz Deutschland möglich – in der schönen fränkischen Stadt Bamberg leider nicht. Woran das wohl liegt? Die Jugend hier ist nicht anders. Ein Blick auf die Vorurteile lässt allerdings einiges vermuten. Halten wir es doch so fest: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“  Sokrates (Philosoph, um 469 v. Chr. – 399 v. Chr.)

– Dominik Ulbricht

(In Bezug auf: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=616556915030171&set=a.441200565899141.105944.433097960042735&type=1&theater)



Statement vom RCDS Bamberg zum Thema Sperrstunde

1. Juli 2013 | Von | Kategorie: Allgemein

RCDS-Logo„Wir können die derzeitige Sperrzeit -Regelung nicht befürworten. Es ist uns ein wichtiges Anliegen einen gesellschaftlichen Konsens zu finden, der die Interessen aller beteiligten Gruppen berücksichtigt. Leider wurden die studentischen Interessen in der Vergangenheit wenig bis gar nicht berücksichtigt. Wir verstehen uns als Teil dieser Stadt und wollen auch so wahrgenommen werden. Wir sind gegen eine Politik die mit einer Sperrzeit-Regelung nur die Interessen eines Teils der Bevölkerung berücksichtigt. Die Interessen von fast 13.000 Studenten und zahlreichen gastronomischen Betrieben dürfen unserer Meinung nach bei solch weitreichenden Entscheidungen nicht außen vor bleiben.“

Jan-Bernd Völkerding
Vorsitzender des RCDS in Bamberg e.V.



Offener Brief an den Herrn Oberbürgermeister Andreas Starke und den Bamberger Stadtrat

28. Juni 2013 | Von | Kategorie: Allgemein

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

Bamberg ist eine der wenigen Städte in Deutschland, in denen es im Jahr 2013 tatsächlich noch eine Sperrstunde gibt. Wir halten die Sperrstunde für unnötig, weil alle Nachtschwärmer kollektiv für ein paar Wenige, die über die Stränge schlagen, bestraft werden und weil seit Einführung der Sperrzeitenverlängerung keinerlei Verbesserung eingetreten ist. Wir sehen die Sperrstunde konzeptionell als falschen Weg an, um gegen Lärm, Alkohol- und Gewaltdelikte vorzugehen, denn durch die restriktive Sperrstunde entsteht wesentlich mehr Lärm – vor allem aber auch Frust, der sich dann im Alkoholrausch entlädt. Dies ist der repressiven Sperrstunde geschuldet. Hinzu kommt, dass für Bamberg als Universitätsstadt mit über 13.000 Studenten ein so drastisch eingeschränktes Nachtleben nicht haltbar ist.

Wir haben daher die Initiative „Sperrstunde abschaffen!“ gegründet. Wir fordern einen offenen und gesamtgesellschaftlichen Dialog mit allen Interessengruppen, um gemeinsam eine bessere Lösung in der Thematik „Sperrstunde“ zu finden.

Da Sie als Oberbürgermeister bzw. Stadtrat derzeit viel Kritik, insbesondere über das Internet, erreicht, halten wir es dem guten Stil verpflichtend für nötig, dass Sie die Gelegenheit bekommen sich dazu zu äußern. Wir bitten Sie daher ausführlich schriftlich Stellung zu nehmen. Bitte berücksichtigen Sie dabei auch die Erhebungen der Polizei zu Gewalt- und Alkoholdelikten vor und nach Verlängerung der Sperrzeit.

Wir danken für Ihre Bemühungen und freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.



Studenten gründen Initiative gegen die Sperrstunde

26. Juni 2013 | Von | Kategorie: Allgemein

Bamberg. Aufgrund der stetig fortschreitenden Einschränkung des Nachtlebens durch die städtische Sperrzeiten-Verordnung gründen Studenten in der oberfränkischen Stadt Bamberg die Initiative „Sperrstunde abschaffen!“.

Gemeinsam und parteiunabhängig wollen die Studenten mit Vereinen, Gastronomen, Schülern und Anhängern gegen die Sperrstunde vorgehen. Sie fordern einen gesamtgesellschaftlichen Dialog, der zum Ziel hat, dass jeder erkennt, wie sinnlos die Sperrzeiten-Regelung ist.

Hierzu wurde neben einer Homepage (www.sperrstunde-abschaffen.de) auch eine Facebook-Seite (http://www.facebook.com/SperrstundeAbschaffen) eingerichtet, die sich in kurzer Zeit großer Zustimmung erfreuen konnte. Die Initiative wird im Netz, aber auch mit Aktionen, Pressemeldungen, Kundgebungen und Podiumsdiskussionen weiter Front gegen die Sperrstunde machen.