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Bamberger Linke Liste (BaLi): Statement Sperrstunde zur Stadtratswahl

3. März 2014 |

Die Bamberger Linke Liste besteht aus den verschiedensten Kandidat*innen. Diese vertreten alle Altersgruppen, üben die unterschiedlichsten Berufe und Aktivitäten aus, wohnen in verschiedenen Stadtteilen und bringen alle andere Kenntnisse und Erfahrungen mit.

Aus diesem Grund steht die Bamberger Linke Liste der Sperrzeitenregelung mit gemischten Gefühlen
gegenüber.

Besonders die jüngeren Kandidat*innen sprechen sich gegen die Sperrstunde aus. Sie sehen dadurch ihre persönlichen Freiheitsrechte eingeschränkt. Wer feiern geht, möchte das eben auskosten. Sie lehnen es ab, vorgeschrieben zu bekommen, wann es Zeit ist, die Feier zu beenden und nach Hause zu gehen. Zumal ja ohnehin noch viele Leute draußen unterwegs sind, nachdem die Lokale schon geschlossen haben. Wer noch weitermachen will, macht weiter, und wenn das Lokal zu hat, dann eben auf der Straße.

Die älteren Kandidat*innen dagegen, v.a. diejenigen, die direkt in der Innenstadt wohnen, begrüßen die Sperrzeitenregelung sehr. Endlich spätestens um 2 Uhr in Ruhe schlafen statt um 4. Sie fühlen endlich ihre Freiheitsrechte gewahrt: Sie werden weniger gestört als vor der Regelung. Beide Gruppen wissen, dass wo die Freiheit des einen anfängt, die des anderen aufhört. Die Sperrstundenregelung war der Versuch, einen Kompromiss zu erzwingen, bei dem die einen wenigstens etwas feiern und die anderen wenigstens etwas früher schlafen gehen können. Genau hier sieht die Bamberger Linke Liste ein Problem: Die vielen Beschwerden über die Sperrstunde rühren daher, dass denjenigen, die gerne ausgehen, von außen etwas aufgezwungen
wird – zum Schutz der Anwohner.

In Bamberg stehen sich genauso zwei Gruppen gegenüber, die allerdings nicht miteinander reden und deshalb die jeweils andere Gruppe nicht verstehen (können). Die Bamberger Linke Liste macht sich stark für ein soziales Miteinander. Sie glaubt nicht, dass
Verbote und Regelungen Probleme lösen. Denn durch diese gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer und letzterer wird nie Ruhe geben.

Sie ist sich sicher, dass das Finden einer gemeinsamen Lösung alle viel weiterbringen würde. Dazu müssen sich die Gegner und die Befürworter der Sperrstunde an einen Tisch setzen und gemeinsam eine Vereinbarung treffen. Egal, wie diese dann aussehen wird: Die eine Seite wird die andere besser verstehen können und deren Wünsche und Bedürfnisse eher akzeptieren, als durch aufgezwungene Regelungen. Denn sie haben beide daran mitgearbeitet und sich mit dem Gegenüber auf vernünftiger Basis zusammengesetzt.